Schäuble Interview in der FAZ

Bloged in Allgemein von euro Sonntag April 22, 2007

Da hat die Frankfurter allgemeine ein Interviewtermin bekommen beim Innenwolle. Und hatte damit einmal die Chance, ihn zu befragen, was er denn nun mit den umstrittenen Äußerungen, vor allem der Aufgabe der Unschuldsvermutung gemeint habe. Stattdessen leiten Eckart Lohse und Markus Wehner das Gespräch ein mit: “Die Moscheen werden immer mehr und immer voller, die Kirchen sind leer. Sind wir noch eine christliche Gesellschaft, Herr Schäuble?”
Das zielt jetzt aber sowas von überhaupt nicht in eine bestimmte Richtung, dass ich schon versucht war, die Lektüre einzustellen. Neugier - vielleicht kommts ja noch - ließ mich weiterlesen. Die nächsten neun Fragen drehen sich ebenfalls um meine Friseurin (die ist Muslimin, Gruß von hier aus an Hylia).
Und dann kommen wir endlich zu konkreter Sicherheitspolitik:
1. Die Online-Durchsuchungen sind eine Erfindung der Nordrhein-Westfalen. Die möchte der Bund auch haben, hat er aber nichts mit zu tun.
2. Den Pass mit biometrischen Daten hat Otto Schily eingeführt, hat er nichts mit zu tun.
3. Die Passbilddatenbank hat Frau Zypries mit abgesegnet und er wundert sich nun, dass die sich davon distanziert. Da hat er dann schon mehr Standing…

Irgendwie ist das alles nicht seine Idee, er versucht nur die tollen Ideen der anderen umzusetzen. Denn schließlich:
“Sehen Sie mich in einem Zustand der Raserei? ” oder
“Ich bin kein blindwütiger Sicherheitsfanatiker.”

Na das beruhigt den Leser aber doch. Wenn die Journalisten ihren Job auch nicht gemacht haben. Weder im Sinne der Moslemgegner noch derer die gehofft haben Antworten zu erhalten.
Ich setze den Link, weise aber darauf hin, dass es sich nicht lohnt. Wer es für sich selber entscheiden möchte, hier: Click

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