Der Iran greift die USA an

Bloged in Allgemein von euro Dienstag November 6, 2007

Aber Ahmadinedschad ist nicht Bush. Zwar genauso durchgeknallt, aber dabei intelligent, was ihn viel gefährlicher macht, als den Imperator.

Sein aktueller Schachzug dürfte einigen das Grinsen ins Gesicht treiben, die mit einem fundierten Antiamerikanismus aufwarten können. Das ist bei genauerer Betrachtungsweise aber nicht von langer Dauer.

Was hat er gemacht? Nicht dumpfsinnig aber spektakulär mit wunderbaren Bildern, die sich tausendfach wiederholen lassen mit Flugzeugen in ein Hochhaus gebrettert, sondern leise durch die kalte Küche als drittgrößter Ölexporteur einfach mal den Dollar abgeschafft.

Er akzeptiert nur noch Yen. Und stößt seine Dollarreserven ab. Und das kurz nachdem die FED den Markt mit frischgedruckten 41 Milliarden Dollarscheinchen neu bestückt hat.

Und das hinwiederum, wo der Dollar in den letzten 5 Jahren über 60%[sic] an Wert gegenüber dem Euro eingebüßt hat. Europa schwimmt sich gerade wirtschaftlich frei. Kamerad Bush hilft natürlich fleißig mit seiner Bumbum Hegemonialpolitik auf Pump.

Der Zeitpunkt, das Finanzruder rumzuwerfen ist zwar clever - aber die Iranische Führung riskiert viel. Sarkasty, oder wie der heißt, in Frankreich hat schon rumgetöst, dass er bereit ist aus Teheran ein neues Hiroshima zu machen, wenn es sein muss. Hoffentlich steht der Wind dann günstig - sooo weit ist das nämlich gar nicht weg…

Wie dem auch sei, die Folge der umgekehrten Wirtschaftssanktionen, die im übrigen zwar fies, aber im Gegensatz zu den Heldentaten des Imperators in Washington wenigstens legal sind, wird ein ziemliches Chaos anrichten - mindestens an den Finanzmärkten.

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