Radovan Karadzic III

Bloged in Alte Sachen, Politik von euro Donnerstag Juli 31, 2008

Nun ist es zumindest in Österreich an die öffentlichen Medien gesickert. R.K. hat selbst noch vor der Überstellung nach Den Haag ausgesagt, er habe eine Zusage über Straffreiheit von den Amerikanern, namentlich Richard Holbrooke.
Das Papier, dessen Echtheit bis heute noch niemand bestätigt hat, scheint also gar nicht so gefaked zu sein, wie es viele gerne hätten. Und der Journalist Domagoj Margetic, der das an die Öffentlichkeit gebracht hat, wurde ja wegen Geheimnisverrats bereits verurteilt.
Hier der Artikel aus unserem Nachbarland: [X]

Via

Nachtrag: Jetzt hat’s auch die Bild. Dann hammers ja! [X]

Nachtrag: Russische Presse [X]

Zitat des Tages

Bloged in Sprache von euro Donnerstag Juli 31, 2008
Hier in Frankreich herrscht gegenwärtig die grösste Ruhe. Nur ein leiser, monotoner Tropfenhall. Das sind die Zinsen, die fortlaufend hinabträufeln in die Kapitalien, welche beständig anschwellen; man hört ordentlich, wie sie wachsen, die Reichtümer der Reichen. Dazwischen das leise Schluchzen der Armut. Manchmal klirrt etwas wie ein Messer, das gewetzt wird.

(Heinrich Heine 1842)

Wiedergefunden: Ahlener Programm

Bloged in Alte Sachen, Politik von euro Donnerstag Juli 31, 2008

Am 16.07.2005, also ziemlich zu Beginn dieses Blogs, hatte ich ein Fundstück präsentiert, das freilich noch nicht viele hier gelesen haben: [X]
Um so erfreulicher, dass ein Leser von Duckhome Jochen heute auch noch mal drauf gestoßen hat:[X]

Ich finde, sowas darf nicht verloren gehen. Vor allem, weil gerade die CDU es ist, die andere gerne auffordert, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. :-)

USA entschuldigt sich für begangenes Unrecht

Bloged in Alte Sachen, Sprache von euro Donnerstag Juli 31, 2008

Nun, die haben zwar erstaunliche Latenzzeiten, aber immerhin: Kaum 140 Jahre nach dem Ende der Sklaverei, entschuldigen sich die Vereinigten Staaten für begangenes Unrecht an den Afroamerikanern und deren Vorfahren: [X]
Reparationszahlungen sieht die entsprechende Resolution freilich nicht vor.
Dann kann man ja noch hoffen, dass im Jahre 2150 zumindest ein “Sorry” für den nahen Osten abfällt…

Nachtrag: Man wollte wahrscheinlich nur mit Kanada gleichziehen: [X]
So eine Entschuldigung kommt immer gut und kostet nichts.

Ich entschuldige mich auch schon mal pauschal bei allen, denen ich irgendwie zu nahe getreten bin. Wieder Freunde?

Noch ein Nachtrag: Das scheint im Moment ein Hype zu sein:[X]

Eigentlich schade, dass Deutschland gegenüber Israel so etwas wie eine Entschuldigungs - Flatrate eingerichtet hat, so kann man gar nicht richtig Medienwirksam den Hype mitmachen. Und die deutschen Kolonien in Afrika - da ist keiner mehr übrig, bei dem man sich entschuldigen könnte. Nee, hilft nichts, wir müssen erst wieder ein Paar verhauen, um was zum Entschuldigen zu haben. Da kommt Afghanistan gerade recht. Dauert halt noch, bis das mit der Entschuldigung soweit ist. Da muss man durch…

Die 2 Gebote!

Bloged in Humor, Sprache von euro Mittwoch Juli 30, 2008

Mehr sind es nicht. Und hier ist einer, der kann das auch sehr schlüssig begründen. Und das, ohne blasphemisch zu sein. Das ist wirklich gut:

Gut, dass nicht so viele bei mir kommentieren, sonst käme ich vor lauter Quellenstudium gar nicht mehr zum Selberschreiben. Dieses Kabinettstückchen ist auf der Seite meines letzten Kommentators: [X]
So leicht kommt man in meinen Feedreader. Danke.

Taschengeldaufbesserung?

Bloged in Geld von euro Mittwoch Juli 30, 2008

Seht zu, dass der Papa und/oder die Mama Europaabgeordnete in Brüssel werden. Dann gibt’s monatlich bis zu 15.000 Euro. Ihr müsst nur glaubhaft versichern, “Assistenzdienste” zu leisten. Ein paar Botengänge abrechnen, gemacht oder nicht ist dabei egal, und schwupp. Der Haken? Es gibt keinen. Der Steuerzahler zahlt. [X]

Niemand muss hungern ohne zu frieren.

Bloged in Allgemein von euro Dienstag Juli 29, 2008

So jedenfalls wäre es, ginge es nach dem Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin. Wie sicher ist der sich eigentlich, nie selber auf Hilfe angewiesen sein zu müssen? Gnade ihm Gott. [X]

3 Jahre Dauerfeuerverarsche

Bloged in Geld von euro Dienstag Juli 29, 2008

Am 15.07.2005 erschien der erste Artikel auf diesem Blog.
Hätte nie gedacht, dass das so lange halten würde. Und ich bin noch lange nicht müde.
Im Gegenteil, ich bin vielleicht sogar noch wütender als vor drei Jahren.
Das dauert also noch.
Eins meiner ersten größeren Themen war das Geld. Und “Wie das alles zusammenhängt”.
Heute habe ich zwei links auf Artikel von Leuten, die Geld mit sowas verdienen, die mir aber inzwischen inhaltlich gleichtun. Es setzt sich doch schleichend durch. Wenn ich dabei helfen konnte und kann, dann wars zwar gratis, aber nicht umsonst.

Telepolis zum Niedergang: [X]
Die Welt im Ei: [X]

Fefe als großes Vorbild sei nicht vergessen an dieser Stelle: [X]

Offener Brief an Anne Will zum Thema Hartz IV Schmarotzer

Bloged in Politik von euro Sonntag Juli 27, 2008
“Hallo und guten Tag Frau Will,

leider erst sehr kurzfristig haben wir vom Inhalt ihrer kommenden Sendung am 27. Juli 2008 erfahren. Wir, das ist das sozialpolitische Bündnis ‘OWL gegen Sozialabbau’ aus der Region Ostwestfalen-Lippe in NRW.

Dazu haben wir ein paar Fragen mit Hinweisen auf bekannte Studien bzw. andere Fakten an Sie und die Mitarbeiter ihrer Redaktion … mit der Bitte, sich mindestens die anfangs genannte Pressemitteilung zur Studie der UNI Leipzig noch vor der Sendung heute abend anzusehen.

(A) Ist Ihnen und den MitarbeiterInnen ihrer Redaktion bekannt, daß die Behauptung von der Existenz einer sog. sozialen Hängematte ein Märchen ist ?
Wissenschaftlich nachgewiesen durch eine Studie an der UNI Leipzig im Jahr 2002, nochmals erinnert an die nachweislich falschen Unterstellungen in der öffentlichen Diskussion vom Leitenden Professor in einer Pressemitteilung ein Jahr später …..

(B) Schon nach dem Titel der kommenden Sendung am 27. Juli 2008 “Kein Geld für Drückeberger - ist jeder Job besser als keiner ?” zu urteilen, scheint das nicht so zu sein. Im Introtext Ihres Blogs liest man diese Unterstellung gleich zu Anfang, mittem im Text findet man den Begriff “Hartz-IV-Karrieren”.

Nachdem sie hier offiziell von uns über die Existenz der Studie von Prof. Vobrubra und seinem Team, UNI Leipzig in Kenntnis gesetzt werden, haben wir folgende Frage an Sie selbst als Moderatorin der Sendung:

Werden Sie in der Sendung am kommenden Sonntag über diese Studie sprechen, Gästen und Fernsehzuschauern über deren Inhalt informieren und (auch) einen möglichen Irrtum in der öffentlichen Wahrnehmung diskutieren ?

(C) Ist Ihnen die Aktion Sieben Wochen leben mit Hartz IV der Diakonie Hannover von Anfang2007 bekannt? In der Zusammenfassung der Erwerbsloseninitiative MALZ aus Minden finden sie Erfahrungsberichte von TeilnehmerInnen, die sich einmütig derart äußern, dass der Hartz IV Regelsatz zwar zum Überleben reicht, ein menschenwürdiges Leben damit nicht möglich ist.

An dieser Aktion in der Fastenzeit hatte auch der Landessuperintendent von Niedersachsen teilgenommen, und schließlich seine Sympathie für das sog. bedingungslose Grundeinkommen geäußert. Zur faktischen Behauptung soziale Hängematte im Titel ihrer kommenden Sendung: Der Landessuperintendent Jantzen teilt nicht die Bedenken, “… dass dann einige aus Bequemlichkeit sagen, ich gehe nicht zur Arbeit”.

Aus welchem Grund berichtet ihr gesellschaftlich-politischer Talk nicht über solche gesellschaftlichen Ereignisse, besonders wo es sich mit der Diakonie um den großen und erfahrenen Wohlfahrtsverband Diakonie handelt ?

(D) Weshalb wird als Titel der Sendung eine rhetorische Frage gewählt, die Faulheit von Erwerbslosen schon als Tatsache hinstellt?
Sind sie sich im Klaren darüber, daß sie ein hohes Risiko eingehen, daß politisch weniger erfahrene Menschen dies als als Tatsachenfeststellung übernehmen und daraufhin glauben, das wäre definitiv so?

(E) Ist Ihnen bzw. in ihrer Redaktion das Schicksal eines jungen Mannes aus Speyer bekannt, der im April 2007 in mitten der großen Stadt vor den Augen seiner Mutter verhungert ist ?
Ihm waren alle Leistungen zum Lebensunterhalt gekürzt worden, was erst durch eine Gesetzesverschärfung vom Sommer 2006 möglich war, die auf einer Behauptung des damaligen Wirtschaftsministers Clement zurückzuführen ist, daß es in Deutschland 20 - 25% Mißbrauch im ALG2 geben würde.

Die Bundesregierung hatte später zugegeben, daß die Sanktionen gegen Andre Kirsch rechtswidrig waren. Eine Anfrage von uns im Büro einer Bundestagsabgeordneten hatte außerdem ergeben, daß die Verschärfung des SGB II für den Hungertod des 21-jährigen Andre Kirsch aus Speyer am Rhein verantwortlich war.

Monate später wurde eine Studie im Auftrage der Diakonie Rheinland bekannt, laut der der Mißbrauch im SGB II um Größenordnungen geringer ist, als vom damaligen Wirtschaftsminister angegeben. Unser sozialpolitisches Netzwerk hatte dazu in einer Erklärung Stellung genommen.

(F) Kennen Sie die Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), nach der Faulheitsdebatten Konjunktur haben und regelmäßig 1 bis 1 1/2 Jahre vor Bundestagswahlen initiiert werden?

(G) Wie bewerten Sie selbst bzw. die Mitarbeiter in ihrer Redaktion die Tatsache, daß die Bundesregierung den Regelsatz bei Einführung klammheimlich gesenkt hat, und zwar um satte 103 Euro, also etwa 30% der Leistungen zum Lebensunterhalt ?
Weshalb wird der Sachverhalt seit Jahren sinkender Kaufkraft des Regelsatzes - vor dem aktuellen Hintergrund kräftig steigender Preise, die nicht durch Erhöhungen ausgeglichen werden - in ihrer Sendung nicht thematisiert?

(H) Unter www.hartz4fakten.malzminden.de sowie www.attac-lokal.de sind Sammlungen harter Fakten seit Einführung des Sozialgesetzbuches II - besser bekannt als Hartz IV - zu finden. Unter www.missbrauchsdebatte. owlgegensozialabbau.de finden sie Wissenswertes zur Missbrauchsdebatte bis Spätsommer 2006.

Ist derartiges Sachwissen bei den Recherchen zur Sendung berücksichtigt worden? Werden Sie auf diese drei Links zu Hintergrundwissen mit sorgfältig recherchierten Quellenhinweisen auf den Internetseiten zur aktuellen Sendung als Verweise anführen?

(I) Wie wird in ihrer Redaktion grundsätzlich gewährleistet, dass die tatsächliche Sachlage zum jeweiligen Thema angemessen berücksichtigt bzw. in der Sendung wiedergegeben wird?

(J) Weshalb ist Arbeitsmoral Gegenstand der Sendung und nicht die sog. Neue Armut, in Deutschland, eine real existierende Notlage von Millionen Menschen, die viel eher die Gesamtheit der Bevölkerung in Deutschland betrifft und interessiert?

Schließlich geht es in einer politischen Talksendung um sachpolitischen Fragen und nicht um Moral bzw. falsche Moral.

(K) Werden sie am Sonntag alle Gesprächsgäste nach der Größenordnung des eigenen Einkommens fragen, um den Zuschauern die Möglichkeit zu geben, die Aussagen jedes Gastes im Zusammenhang der jeweiligen Lebensumstände zu bewerten?

(L) Wie würden sie als Moderatorin persönlich reagieren, wenn regelmäßig einschaltstarke TV-Sendungen erscheinen mit Titeln wie “Weshalb berichten Moderatoren eigentlich so einseitig - werden sie für Propaganda bezahlt?”, es dabei aber Sendungen mit entgegengesetzt lautenden Titel nicht gibt?

Richtig gelesen, darin steckt eine ebensolche umverschämte Behauptung wie in dem von ihrem Redaktions-Team gewählten Titel für die kommende Sendung. Das war in diesem Satz auch so beabsichtigt, soll aber explizit nicht als persönliche Beleidigung verstanden werden.

(M) Wird es in absehbare Zeit eine Sendung geben, die die Notlage von Millionen Menschen angemessen und ihrer Lebenswirklichkeit zeigt, ohne dass irgendjemand daran kürzt, kommentiert oder aus gutversorgter Lebenslage heraus geschönt darstellt ?

Wir bitten Sie Frau Will, uns diese Fragen zu beantworten sowie um ihr Einverständnis, diese Antwort der Öffentlichkeit zur Kenntnis zu geben. Die Unterstellung, Millionen Erwerbslose wären einfach zu faul, ist von einer derartigen Trageweite, daß sie offen und öffentlich diskutiert werden muß und nicht in einem Mailverkehr, von dem nur wenige erfahren.

Aus diesem Grund auch wird die Anfrage als öffentliche Anfrage verfasst und Betroffeneninitiativen, einigen Nicht-regierungsorganisationen (NGOs), sowie Redaktionen der Printmedien zur Kenntnisnahme weitergeleitet und im Rahmen einer Pressemitteilung des Bündnis bei PR SOZIAL eingestellt. Dies geschieht nach sorgfältiger Überlegung im Sinne freier, offener und kritischer Bürgerinformation im einem demokratischen Land.

Wir sind erschüttert, heute wieder eine Diskriminierung und Pauschalverurteilung zu erleben, die in diesem Land schon einmal zu schlimmsten menschenverachtenden Zuständen geführt haben, zu einer Zeit von nur wenigen Jahren, die wohl für immer und ewig in der Geschichte der Menschen verankert sein wird - dem sog. dritte Reich. Die bekanntermaßen aus einer sehr ähnlichen Ausgangslage heraus entstanden ist, Massenarbeitslosigkeit, worauf schließlich Zwangsarbeit eingeführt wurde, der sog. Reichsarbeitsdienst …….

Frau Will, wir fragen Sie und ihre Mitarbeiter persönlich: Wollen wir in Deutschland wieder einen solchen Arbeitsdienst, auf deutsch gesagt Zwangsarbeit?

In dem Land, das zum fünften Mal in Folge - auch aufgrund von Lohndumping und Absenken des Existenzminimum - Exportweltmeister geworden ist, wo der private Reichtum in diesen Jahren, wo Deutschland wirtschaftlich angeblich so schlecht dasteht, unvorstellbare Maße angenommen hat, sich dabei aber in Händen von immer weniger Menschen konzentriert.

Gleichzeitig jedoch wird Einkommensarmut allgemein genauso wie Kinder- und Altersarmut sowie Armut unter Menschen mit einem chronisch Leidenen, ein hohes Maß an Krankheit durch Erwerbslosigkeit und eine sich permanent verschlechtern-de medizinische Versorgung einkommensschwacher Menschen in Deutschland mit einer Kaltblütigkeit hingenommen wird, die unvorstellbar ist.

Ein Gruß aus Minden
Detlef Müller

Ostwestfalen-Lippe gegen Sozialabbau
Sozialpolitisches Bündnis für Orte Bielefeld, Detmold,
Gütersloh, Herford, Höxter, Lemgo, Minden und Paderborn

Endlich sinnvolle Verwendung von Steuergeldern: Vergesellschaftung

Bloged in Geld von euro Sonntag Juli 27, 2008

…von Fehlspekulationen.
Die Hechte im Karpfenteich haben sich so voll gefressen, dass der Teich völlig überfischt ist.
Aber bevor die Hechte auch noch Hungers sterben, soll jetzt der Steuerzahler neue Karpfen finanzieren. Bei uns hat Ackermann nach seinem Papi Staat geheult - in den USA sind es Fannie Mae und Freddie Mac.
[X]
Zur Rettung der Heißluftblase wird mal eben ein Gesetz durch denselben Senat geprügelt, der für Gesetze zur Behebung der Schäden von Hochwasserkatastrophen Jahre benötigt.

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