Heribert Prantl - wie fast immer lesenswert

Bloged in Politik, Sprache von euro Freitag Juli 31, 2009

Man kann der SZ ja nachsagen, was man will, es stimmt ja fast alles - aber einen Prantl leisten die sich nach wie vor. Und das ist auch gut so, möchte man in alter Berliner Tradition hinzufügen. Hier nimmt er ganz moderat Stellung zum Demokratieverlust und die Rolle des BVG. Das sei jedem Parlamentarier und der Regierung ins Poesiealbum geschrieben: Click

Ein neues Blog mit Denken

Bloged in Politik, Humor, Sprache von euro Donnerstag Juli 30, 2009

Herzlich willkommen im Bloggerland und viel Erfolg. Mr. Permanent Campaign

Die Frankfurter Rundschau zeigt mir wie es geht

Bloged in Humor, Sprache von euro Donnerstag Juli 30, 2009

Eigentlich bin ich mal angetreten, dem Medienmüll die Stirn zu bieten. Das gelingt mir selbst zwar auch ganz leidlich, aber die Aufklärungsarbeit ist immer wieder ernüchternd. Und so quatschen ausnahmslos alle darüber, wie doof sie es finden, dass die Presse dem geklauten und wiedergefundenen Auto der Ulla Schmidt so eine Aufmerksamkeit zollt, als hätten wir nicht andere Sorgen, womit das Ziel erreicht ist.

Über diese Sendung mit Illner, die auch keiner gesehen hat, außer er ist zufällig beim Zappen da hängengeblieben, was nun wieder erstaunlich vielen so geht, hat die FR einen rausgehauen, um die ich sie ehrlich beneide. Zum Lesen hier clicken: Click

Update: Albrecht Müller beschäftigt sich intensiver mit einer Aussage Lafontaines, der ganzen Sendung und auch dem o.a. Artikel: Click

Wiederentdeckung (Mauthner reloaded)

Bloged in Alte Sachen, Sprache von euro Mittwoch Juli 29, 2009

Ein Leser, Huscholz, der eigentlich nur nach Werner Petschko gegoogelt hat, hat diesen wiederentdeckt. Nach all den Jahren. Bis 2004 gab es mal eine der wohl wertvollsten Seiten im Internet: www.mauthner-gesellschaft.de
Die verschwand eines Tages plötzlich und mit ihr ihr Betreiber. Viele Menschen haben gesucht seither.
Nun ist die Seite über Erkenntnistheorie auf der Grundlage der Sprachkritik des Philosophen Fritz Mauthner wiedererstanden. Werner Petschko hatte alle darüber informiert - leider waren viele E-Mailadressen, so auch meine damalige, nicht mehr gültig.
Besser spät als nie. Auch wenn er mir schreibt, dass es sich als Geheimtipp gut leben lässt, so macht er doch keinen Hehl daraus, dass er die Tatsache, bei Google zurzeit nur unter Fernerliefen gehandelt zu werden, nicht besonders gut findet.
Hier also der Link zur Mauthner Gesellschaft reloaded: Click

Werbung für eine gute Sache

Bloged in Alte Sachen, Geld, Politik von euro Sonntag Juli 26, 2009

Ich habe schon wieder für Musik bezahlt. Diesmal freiwillig. Und man hat sich bedankt für’s Downloaden und Filesharen.
Nein, ich habe diesen Planeten nicht verlassen müssen, dafür.

Dank statt Bestrafung für Musikdownloads

Nach Großbritannien und Neuseeland denkt jetzt Frankreich über ein Gesetz gegen illegales Filesharing nach, das die Filesharer in drei Etappen verwarnen und schließlich bestrafen soll. Wir bei Jamendo sind natürlich für kostenlose und legale Musikdownloads und starten deshalb die Kampagne “Danke fürs Downloaden”!

Das französische Parlament debattiert gerade über das sogenannte “Hadopi”-Gesetz, nach dem illegalen Downloadern zunächst eine Warnmail gesendet werden soll, dann ein Brief und schließlich soll es sogar möglich sein, ihnen die Internetverbindung zu sperren.

Großbritannien und Neuseeland haben sich entschieden, nicht ganz so streng zu bestrafen und nehmen daher zumindest Abstand davon, die Internetverbindungen zu sperren. Auch die deutsche Regierung hat bekräftigt, dass die Sperrung des Internetzugangs einfach zu weit geht.

Aber in Frankreich steht die Regierung voll hinter dem Gesetzesvorschlag und die Debatten erhitzen sich.

Jamendo beteiligt sich an diesen wichtigen Diskussionen mit einem ironischen und doch ernst gemeinten Vorschlag: wir haben uns entschieden, die Logik des vorgeschlagenen Gesetzes umzukehren, indem wir ihnen für den Download unserer Musik danken.

Wir werden deshalb jedem, der einen der 200.000 auf Jamendo verfügbaren Tracks herunterlädt eine Dankmail schicken, die ihn ermutigen soll, die Musik mit seinen Freunden zu teilen. Der zweite Schritt: besonders aktive Downloader bekommen per Post ein “Komplizen-Kit” mit Stickers und Broschüren über Jamendo, die ihnen helfen, Jamendo-Künstler und freie Musik allgemein bekannter zu machen. Den unverbesserlichen Wiederholungstäter die auch noch einen Betrieb (Restaurant, Bar, Hotel, Shop, …) überzeugen, unseren Service Jamendo PRO zu abonnieren und so ein “free culture spot” zu werden, erstattet Jamendo sogar die Kosten für einen Monat ihrer Internetverbindung.

Wo das Gesetz das Internet sperren will, bezahlen wir es euch. Jamendo will einfach beweisen, dass es eine ganze Menge talentierter Künstler gibt, die die Chancen ergreifen, die ihnen das Internet bietet und so innovative Einnahmequellen erschließen. Ihren ersten Fans sollte man danken statt sie zu bestrafen.

Sylvain ZIMMER, Jamendo-Gründer

Es gibt zwei Motivationen, Musik zu hören: 1. Mitreden wollen und können. 2. Genießen.
Wer mitreden können will, muss den besten Mix hören. Tut mir leid.
Wer Musik genießen will, muss erstmal auf die Suche, nach dem, was ihm/ihr gefällt. Tut mir auch leid - aber hier kann ich Belohnung versprechen. Spätestens während und nach dem Genießen subjektiv guter Musik.
Jamendo hält inzwischen über 20.000 Alben für eure Entdeckungsreise bereit. Wer da nicht fündig wird, sollte sich wieder dem besten Mix widmen. Wer aber weiß, was er mag und niemanden benötigt, der ihm sagt, was ihm zu gefallen hat, dem wird hier die Tür zum akustischen Paradies geöffnet. Paradies bedeutet, das Ganze ist auch noch legal.
GEMA nach Hause!
Ich schieb mir gerade “Point of no Return” von Roger Subirana durch’s Ohrenschmalz. Son Zeuch für lau - alter Falter.

Verweise*

Bloged in Allgemein von euro Sonntag Juli 26, 2009

*”Links” kann man auch missdeuten.
Also gleich mal rechts reingrätschen.

- Ad Sinistram über das aktuelle Sequel zu Generalfeldmarschall Rommel: Click
Leseprobe:
Marx leitet seine Schrift “Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte” mit folgenden Worten ein: “Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen.” Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.

- Jochen Hoff beschreibt, wie 26.000 Stimmen bis September bei Laune gehalten werden sollen - bis Opel dann ganz verraten und verkauft wird: Click
Das Ganze garniert mit einigen Youtube-Opel Schnipseln.

- MM-News beschreibt, wie sich die Gerechtigkeit Bahn bricht - das wird um so heftiger, je mehr Repressalien die Menschen ausgesetzt sind, so wie in diesem Fall in China. (Subsidiaritätsvorbehalt heißt die derzeitige Lebensversicherung hierzulande - noch): Click Die entsprechende Trendsportart in Frankreich heißt Geiselnahme. Die Welt ist ein Pulverfass und das Großkapital sitzt drauf und quarzt gemütlich Cohibas…

Musiktipp am Sonntag

Bloged in Dingenskirchen von euro Sonntag Juli 26, 2009

Gestern abend Radio gehört. Plötzlicher griff zum IPod. Safari auf und WDR2.de eingefingert - Playlist. Warum? Ich hörte eine Stimme, die für sich genommen schon irgendsoetwas wie Kinderwunsch wachrief - obwohl die Dame vermutlich ihrerseits altersmäßig eher meine Tochter sein könnte. Aber was mich noch mehr anmachte (ehrlich!) war das Arrangement. Was zum Teufel tun die da? Jeder Musiker schien sein eigenes Stück zu spielen. (Für Klugscheisser: Ich weiß, dass man sowas “mehrstimmig” nennt). Muss man selber hören, kann man mit Worten glaube ich nicht beschreiben. Aber über eine gescheite Anlage oder mit gescheiten Kopfhörern - auch wenn das erst als seichtes Lalala rüberkommt, die richtige Gute-Laune-Dröhnung bekommt man erst, wenn man alle Nuancen hört. Easy Listening - ja. Ohrwurm - ja. Simpel gestrickt - nein.
Dann gings ja erst los. Beste Quelle ist normalerweise Youtube. Da war gestern abend zumindest Ebbe. Mein Globalisierungspartizipierungsmusikportal war auch eine Niete. Erst, ich hatte ihn ja schon in der Hand (den IPod ihr Ferkel), ITunes brachte Erfolg. “Wieviel wären Sie bereit, für ein einzelnes Musikstück zu bezahlen?” Lautete mal eine Umfrage bei irgendeinem WEB-Magazin. Der Vorwurf unsererseits ist ja auch:”Die haben einfach nicht kapiert, die digitalen Vertriebswege für sich zu erschließen, stattdessen schießen sie drauf.” Ich habe bezahlt. Irgendwie GEMA, ich weiß, böse.
Heute morgen dann richtige Recherche. Die Dame hat in Troja mitgespielt. Nein, Diane Kruger hat nicht angefangen zu singen! Eine junge Dame aus Göteborg, die obendrein auch noch genauso aussieht, wie sie sich anhört. (P. schwärmt von Clooney, also Fresse halten!)

Siri Svegler heißt das Kind. Their Wine ist der Titel. Und zu hören ist er hier: Click

Über die Anlage. Und genau zuhören - wegen des Arrangements. Und jetzt schon mal sorry für den Ohrwurm.

Auf-gelesen

Bloged in Politik, Humor, Sprache von euro Samstag Juli 25, 2009

Bei Feynsinn:

Hört mal, “Sozialdemokraten”,
Posted by flatter under Hintergrund

23. Jul 2009 23:52

nachdem inzwischen sogar das DIW erkannt hat, daß Erbschafts-und Vermögenssteuer dringend erhöht bzw. wieder eingeführt werden müssen, wird es allmählich reichlich einsam auf der Spur, der eure Chefs folgen. Ausgerechnet aus einer Großen Koalition heraus und inmitten einer Wirtschaftskrise wollen sie ausdrücklich darauf verzichten, Steuern bei denen zu kassieren, die reichlich haben, außer etwas geleistet. Das ist putzig. Wen genau wollen sie damit eigentlich überzeugen, und vor allem: Wovon?

Ach, es ist anstrengend mit euch. Schaut doch mal bei Wikipedia nach unter dem Namen “Brandt, Willy”. Oder laßt euch ein Filmchen von Guido Knopp zeigen zur Geschichte der SPD, ja, genau, das ist die Partei, deren Mitglieder ihr seid. Da werdet ihr feststellen, daß “Sozialdemokratie” einmal etwas damit zu tun hatte, daß es möglichst vielen möglichst gut gehen soll. Laßt euch einmal ältere Parteiprogramme vorlesen oder wenigstens das aktuelle. Da steht nichts von Steuergeldern für Banken, die von Angestellten aufgebracht werden sollen. Ganz im Gegenteil.
Na gut, links blinken und rechts abfahren konnten eure Großen schon immer gut. Wenn die Geisterfahrer ihre Dauerlichthupe aber inzwischen mit Zusatzscheinwerfern ausstatten, ist doch irgendwann einmal Feierabend. Nicht?

Habt ihr einmal die hunderttausend gefragt, die zuletzt aus der Partei ausgetreten sind, was mit denen los ist? Wundert ihr euch nicht, daß eure Kommunistische Plattform “Sozialdemokraten in der SPD” heißt?
Worauf genau wartet ihr? Daß die FDP eine Vermögenssteuer einführt? Und dann? Sicher, dann seid ihr auch dafür, aber wenn ihr eh an der 5%-Hürde scheitert, könnt ihr euch solch radikale Positionen ja auch leisten.
Von den ganzen Fachökonomen, Wirtschaftsfördereren und Lohnsenkern sitzen 99% in eurem Präsidium, den Ministerien und den Zirkeln, die immer im Fernsehen und den Zeitungen zitiert werden. Ist das nicht irgendwie seltsam? Und nur einen einzigen seid ihr losgeworden, weil selbst die ihm noch nicht rechts genug waren. Der Clement Wofgang, ihr erinnert euch? Euer Superminister und -präsident, der ausländische HartzIV-Parasiten nicht mochte und überhaupt die ganzen Sozialschmarotzer.

Die anderen werden alle noch hofiert und dürfen euch vertreten. Bei der Bundesbank etwa euer Golfprofi Sarrazin. Ganz oben im Elfferrat Agenda-Münte. Euer Kanzlerkandidat mit Westerwelleformat steht bei 20%, aber das sind die richtigen 20 - die der “Mitte”, gelle?
Die wohl erfolgreichste Saboteurin einer vertretbaren Gesundheitspolitik ist eure dienstälteste Ministerin. Sie hat für explodierende Kosten und Großhirnrinden gesorgt, und zwar auch schon für die Zukunft. Die Gesundheitskarte is so denkwürdig krank, das verzeiht man hierzulande nur einer Frau aus der SPD. Die Pharmaindustrie freut sich über ihre gestammelten Werke und die Arbeitgeber sind weniger belastet als Arbeitnehmer, wie das halt so ist in einer “Sozialdemokratie”.
Ganz groß ist natürlich auch euer Mister Augenmaß, der Finanzsteinbrück. Souverän reagierte er auf das Herbeigerede der Krise mit Milliarden für die Banken. Dort ist das Geld besser aufgehoben als bei Asozialen, die es nur in “Zigarretten” und “Pils” investieren, meint er.

Das, liebe SPDler, ist nur der Auftakt, der Anfang einer meterlangen Liste von Funktionären in euren Reihen, die ein recht merkwürdiges Verständnis von Politik aus euren Programmen ableiten. Findet ihr auch? Dann geht doch noch einmal hin und fragt artig nach, was denn nun so schädlich an besagten Steuern ist. Und warum es überall eine Vermögensstsuer gibt, nur nicht in in Deutschland, seit sie hier regieren. Fragt dann gleich auch noch einmal nach, wieso das DIW inzwischen doch einen Sinn darin sieht, Reiche zu besteuern. Ob das vielleicht Kommunisten sind, ihr wißt schon: Die mit Mauer und Stacheldraht.

Und wenn euch dann eventuell ein Lichtlein aufgeht und ihr nicht recht glauben könnt, was ihr da seht, wenn ihr endlich aufwacht und euch die Augen gerieben habt, dann fackelt bitte nicht lange. Sie werden winseln und heulen, sie werden sagen: “Wartet, ihr macht einen Fehler”, wie das alle Versager in allen schlechten Filmen tun. Hört nicht auf sie. Gebt ihnen all das geduldige Papier zu fressen, auf das eure Programme gedruckt wurden und verbannt sie in die FDP. Die hat dann eh genug Mandate und Pöstchen für ihre Freunde von der “Agenda”, und allen wird es besser damit gehen.



Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.

Ach wie gut, dass niemand weiß…

Bloged in Politik von euro Freitag Juli 24, 2009

Was machen Europas Pädophile eigentlich so? Bestimmt zittern sie vor Angst vor Ursulas Stoppschild. Das Oraclesyndicate weiß genaueres: Click

Gut, dass wir endlich was dagegen tun.
Der Dank der Pädophilen dürfte Ulla gewiss sein.

Lesetipp am Wochenende

Bloged in Politik, Sprache von euro Sonntag Juli 19, 2009

Thomas Wieczorek: Die verblödete Republik.
Das ist nicht das übliche Pisaversagerbashing, im Gegenteil: TW zeigt auf, dass selbst das Teil der Verblödungsmaschinerie ist, die nicht nur in Deutschland ganz bewusst eingesetzt wird. Und er zeigt auf von wem und warum das Volk verblödet werden soll und wird.
Nebenbei bekommt der interessierte Leser noch ein paar ganz haarsträubende Zusammenhänge mit auf den Weg.
Das Buch hat einen ganz großen Nachteil: Die, die es angeht werden es nicht lesen und die Anderen brauchen es nicht lesen. Eigentlich. Aber zur Pflege der ganz persönlichen Depression ist es wirklich zu empfehlen. Eine richtig gute Idee: Nach dem Lesen an jemanden verschenken, der es nötig hat. Sollte sich finden lassen.
Amazon

19 queries. 0.819 seconds.
Powered by Wordpress
theme by evil.bert