Als Douglas Adams den zweiten Roman seiner 5-teiligen Trilogie schrieb, hatte er ein Restaurant im Kopf. Man kann sich sowas nicht aus dem Nichts ausdenken. Und so hat er verarbeitet, was er schon kannte. Freilich hat er von dort aus weder den Kollaps des Universums noch den Urknall gesehen - obwohl, bei dem was er so vertrug, weiß man das auch nicht sicher…
Auf jeden Fall war es sicher ein solches Restaurant, wie ich es heute besuchte. Welch ein Pech für den Laden, dass ich nicht die Macht habe, Michelin Sterne zu vergeben - heute wäre es mal wieder soweit gewesen.
Man kommt sicher nicht zufällig nach Großefehn in Ostfriesland - aber wenn man mal in der Nähe von Emden, Leer oder Aurich zu tun hat, sollte man sich an einem milden Samstagabend dorthin begeben und zu Dinkgräve gehen. Man erkennt es leicht - es ist an einem Novembertag bereits zugeparkt. Und das hat seinen Grund.
Das ist nicht einmal ein Loblied auf Ostfriesland - der Chef ist Franke. Das ist leider so. Das beste Restaurant in der Gegend wird von einem Franken geführt. Das soll gar nicht abschätzig klingen, der Mann hat das Herz am rechten Fleck und begrüßt seine Gäste noch personlich und mit Handschlag. Kann er sich erlauben.
Halbe Ente mit Kartoffeln, Rotkohl und einer Soße, die nicht von dieser Welt stammt. Und die Ente muss sich sehr gesundheitsbewusst ernährt haben, ohne viel Sport zu treiben - soll heißen: Nahezu fettfrei und zart wie Butter. Das hat meinem Lieblingschinesen den Rang locker abgelaufen.
Dazu einen trockenen Merlot. Der Abend war ein Erlebnis. Ein Vanessa Mae Konzert auf kulinarisch.
Einen Umweg von 50 km würde ich in Kauf nehmen, dort essen gehen zu dürfen. Alles zu moderaten Preisen. Ich habe gefragt, ob der Koch wisse, wie gut er ist. Noch nicht, aber man werde es ihm ausrichten, war die Antwort.
Doch, hat schon was von Urknall. Danke DNA für die Einleitung, ohne dich hätte es sie nicht so gegeben.