Schlappe für Monsanto
Mal sehen, wie die Vergeltung aussieht.
Frohe Weihnachten und ein erfolgreiches neues Jahr
Wünscht euch der frischgebackene Opa (EuRopa sozusagen) einer Enkeltochter.
*23.12.2009
James Edwards - Silent Nigt (Jamendo)
Wer vor knapp 2 Wochen meinem Filmtipp gefolgt ist:Click (alle anderen: Nachholen!), der hat nicht nur großartige Bilder mit einem großartigen Kommentar wahrnehmen können, sondern der hat dahinter eine die Stimmung des Ganzen schon fast unheimlich zielgenau unterstreichende Musik gehört.
Armand Amar ist der Name des Komponisten und Produzenten des Soundtracks.
Seit gestern ist der Rasierspiegel käuflich erwerbbar, seit heute dreht er sich in meinem CD-Player.
Alter Falter! Wem das nicht unter die Haut geht - vor allem, wenn der Kontext noch gegenwärtig ist.
Wem es wichtig ist in dem Zusammenhang: Ein Euro pro Scheibe gehen an www.goodplanet.org
Ich kann nur noch einmal eindringlichst jedem das Video ans Herz legen: www.youtube.com/homeproject
Und für zwischendurch - damit die Stimmung erhalten bleibt - den Soundtrack:
Amazon
Wer wie ich den in den Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts den Film “Lautlos im Weltraum” (orig. Silent Running) das erste Mal sah, in der damaligen beklemmenden Zeit des erwachenden Bewusstseins für unsere Rolle im Ökosystem Erde, der kennt das unbestimmte Gruseln, das einen befiel und das Gottseidank spätestens bei dem auf den Kinobesuch folgenden Kneipenbesuch wieder verschwand. War ja nur ein Film. Für alle, die ihn nicht kennen eine Kürzestzusammenfassung:
Auf der Erde ist mit Natur sense, daher hat man sich entschlossen, riesige Gärten in Glaskuppeln an eine Raumstation zu docken zum Erhalt der Natur. Die Besatzung hat die Aufgabe, unterstützt von einem Wall-E Vorfahren, diese Gärten zu erhalten. Neben der unzahl von Pflanzen gibt es auch ein niedliches Kaninchen - Hollywood halt. Die Besatzung tobt sich freilich lieber beim Kart-Rennen aus, als die doofen Gärten zu erhalten - bis auf einen, unserem Held. Als die Erde das Ende der Mission beschließt, ist der Jubel groß, außer bei unserem Helden. Der “rettet” mindestens eine der Kuppeln mit sich und dem Roboter…. schaut es euch an, bei aller Kitschigkeit in einzelnen Szenen ist die Gesamtaussage zwar pathetisch verbrämt aber doch deutlich.
Heute haben wir 2009, die Natur wird geplündert, Faktor fünf im Verhältnis zu dem was sie regenerieren kann. Monsanto und Konsorten tun ihr übriges, das letzte Bisschen Natur zu industrialisieren. Patente auf Gene sprechen da eine deutliche Sprache. Nur eine Frage der Zeit, bis wir auf unsere Kinder je nach “Zusammensetzung” Gebühren abführen müssen. Das Wort Raubkopierer wird noch mal ganz groß rauskommen für illegal gezeugte Nachkommen.
Aber bis es soweit ist, brauchen wir ein Desaster Recovery Programm, ähnlich dem im eingangs erwähnten Film.
Raumstation ist zu teuer und unsicher. Die Erreichbarkeit ist auch nicht gewährleistet, wenn es mal eng wird. Also etwas sicheres auf der Erde gesucht: Atommüllendlager? Naja, sowas ähnliches: “Der Tresor des jüngsten Gerichts” (stammt nicht von mir, die Bezeichnung!) auf Spitzbergen.
Unsere “Elite” hat Geld locker gemacht um ein Backup des Originalbetriebssystems, sprich möglichst aller Pflanzensamen vor dem Patchen durch Monsanto einzulagern.
Zum Wohl der Menschheit - hahaha. Wer glaubt’s? Naivität ist an dieser Stelle fast schon eine beneidenswerte Charaktereigenschaft.
Bei Telepolis wird das Ding noch einmal sauber beschrieben und verbal auseinandergenommen: Click
Jetzt viel Glück. Erst einmal viel Erfolg bei dem Versuch, sich gegen den Gedanken an irgendwelche Verschwörungstheorien zur Wehr zu setzen.
Das ist entweder eine oder die sind komplett bekloppt. Sucht euch was aus.
Das letzte verbliebene Versuchs Genmais Feld in Braunschweig ist besetzt.
Liebe Grüße an alle AktivistInnen, danke und stark bleiben.
Click
Wie von vielen befürchtet, hat das Verbot der genmanipulierten Maissorte MON810 durch Ilse Aigner die Tür geöffnet, für eine Klage Monsantos: Click
Hier ein Beitrag von 1996(!) Click
13 Jahre später wird sich die Situation wohl kaum verbessert haben - eher im Gegenteil.
Es gibt von dem Autor des Artikels ein Buch in Neuauflage, dass ich jedem, der abnehmen will nur wärmstens empfehlen kann. Kein Diätbuch, sondern eins, das einem das Essen verleidet: Die Suppe lügt
Aus einem 14 Jahre alten Artikel der “Woche”:
Die japanische Küche ist en vogue. Ob die Kreation von Mitsuyuki Ikeda allerdings eine große kulinarische Karriere vor sich hat, bleibt fraglich. Der japanische Wissenschaftler, ein Mitarbeiter des städtischen Forschungszentrums von Okayama, stellt proteinhaltigen FLEISCHERSATZ aus Klärschlamm her. Im Rahmen einer Studie zu neuen Recycling-Möglichkeiten entwickelte er. Eine Methode, die festen Bestandteile des Abwassers, die etwa zehn Prozent der braunen Brühe ausmachen und teilweise aus Toilettenpapier bestehen, bei hohen Temperaturen zu festem Granulat zu verkochen, zu pulverisieren und mit Sojaproteinen zu einer rotbraunen, zähen Masse zu verarbeiten. Nach Angaben erster Testesser schmeckt das “Jinko Nikku” getaufte Secondhand-Food wie altes Hähnchen mit einem leichten Hauch von Fisch. Dass seine Kreation ein schwerwiegendes Image-Problem hat, weiß Herr Dceda: “Wahrscheinlich werden die Leute so was nur in Zeiten großer Hungersnot essen. Wir wollten trotzdem demonstrieren dass das, was den Körper unten verlässt, in recycelter Form oben wieder eingeführt werden kann.”
…..und wir ekeln uns vor genverändertem Mais…..
Wir brauchen Multiplikatoren.
Bitte Video einbetten.
Irgendein Blog wird ja vielleicht von jedem gelesen.
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