Es gibt Leute, die schon mal kritisch anmerken, dass ich zwar Selberdenken predige, dass ich aber selber Fefes Meinung (fast) immer teile.
Schön, dass ich ihm heute mal wieder widersprechen kann.
Er schreibt: “Also wenn Obama den Friedensnobelpreis dafür kriegt, dass er erstmal das Militär in Afghanistan aufgestockt hat, dann können wir Israel auch noch mal ein paar U-Boote schenken. Das ist ja mindestens genau so friedensstiftend.”
Auch ich begleite Obama mit gebührendem Misstrauen. Den Friedensnobelpreis halte ich persönlich aber für einen Geniestreich des Komitees. Da Obama sehr Imagebetont ist, dürfte er mit dem Preis für die Falken verbrannt sein. Er selbst hat gesagt, dass er den Preis wohl (noch) nicht verdient hat, ihn aber annehme. Und damit auch die Verpflichtung, die damit einhergeht.
Die Schweden beschützen ihn förmlich vor den Überredungskünsten der amerikanischen Institutionen, die schon häufiger Präsidenten zu dummen Abenteuern überredet haben.
Ich würde den Israelis keine U-Boote mehr liefern. Schon allein in der Hoffnung, nach Willy Brandt - der seine Ostpolitik im Übrigen auch nach dem Preis ausrichtete - den Friedensnobelpreis mal wieder nach Deutschland zu holen.
Seien wir einstweilen bescheiden: Literatur ist auch nicht schlecht. Kennt jemand eine Frau Müller?
Herzlichen Glückwunsch von mir an den POTUS. Möge er er sich den Preis verdienen.